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Gesichtsdiagnostik & Patho-Physiognomik

Was ist Patho-Physiognomik?

Patho-Physiognomik (physis = Körper, gnoma = Kennzeichen) oder „Gesichtsdiagnostik" ist die Lehre des Erkennens von organ- und funktionsspezifischen Zeichen im Gesicht, aus denen sich Erkrankungen oder Krankheitsdispositionen erkennen lassen.

Die Gesichtshaut spiegelt die pathopyhsiologischen Vorgänge im Körper, denn Krankheit verändert die Ausdrucksform und macht somit die Sprache der Organe im Körper sichtbar. Diese Veränderungen zeigen die tatsächliche Erkrankung Jahre bis Jahrzehnte vor ihrem Erscheinen.

Selbst modernste medizinische Diagnostik vermag eine Krankheit in ihrem frühesten Anfangsstadium nicht zu entdecken. Die Patho-Physiognomik gehört heute zu den einzigartigen Diagnostikmethoden der Komplementärmedizin und wurde in den letzten 60 Jahren durch zahlreiche klinische Überprüfungen validiert und bestätigt.

Natale Ferronato - Begründer der Patho-Physiognomik

Natale Ferronato

Natale Ferronato (geb. 1925) Interview Natale Ferronato.pdf wuchs als Kind einer Landkrankenschwester auf, die ihn regelmäßig zu ihren Krankenbesuchen mitnahm. Früh bemerkte er einen Zusammenhang zwischen Veränderungen der Strahlung, Färbung und Spannung der Gesichtshaut der Patienten seiner Mutter und deren Erkrankungen. Trotz des Handicaps zweier schwerer Unfälle und deren Folgen (Epilepsie und Hemiplegie) gelang es ihm, im Dienste seiner Patienten als Naturarzt in der Schweiz zu praktizieren.

Die Patho-Physiognomik nach Natale Ferronato ist eine weltweit einzigartige Methode, die im Körperinneren stattfindenden Veränderungen zu detektieren, so dass eine rechtzeitige Abhilfe eingeleitet werden kann, noch bevor für den Kranken spürbare Symptome auftreten.

Der kundige Therapeut ist somit in der Lage, sehr schnell erste Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand seines Patienten zu ziehen.
Der Erfolg der angewendeten Therapie kann direkt durch die sichtbaren Veränderungen der Ausdrucksareale überprüft werden. Dem Patienten ist hier eine Möglichkeit zur Selbstbeurteilung gegeben, mit der er präventiv individuelle Belastungen meiden und aktiv seinen Genesungsprozess begleiten kann.

Die gefundenen Reflexzonen und ihre diagnostischen Aussagen wurden von Natale Ferronato in den letzten 60 Jahren immer wieder klinisch überprüft. Dadurch ergibt sich ein hohes Maß an Sicherheit in der Befunderhebung.

Praktizierte Patho-Physiognomik - Betrachtung der Gesichtshaut

Hier ist eine Vielfalt an Ausdrucksweisen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens erkennbar wie an keiner anderen Stelle des Körpers. Die Patho-Physiognomik hat die Gesichtshaut in Ausdruckszonen aufgeteilt. An diesen Gesichtsausdruckszonen liest der geschulte Pathophysiognom kleinste Veränderungen ab, die schon früh eine sich körperlich entwickelnde, noch latente oder bereits manifeste Krankheit anzeigen.

Verursacht werden diese Veränderungen in den Ausdruckszonen durch Stoffwechselveränderungen im Körper. Die einzelnen Stoffwechselvorgänge sind im Körper aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft. Jede Krankheit löst somit eine Kaskade an Stoffwechselveränderungen aus, die nahezu alle Organe betrifft und sich beispielsweise in veränderter Farbschattierung oder Hautstruktur eines oder mehrerer Gesichtsausdrucksareale zeigt.

Möglichkeiten der Patho-Physiognomik

Ein Therapeut, der diese „empfindene Sichtwissenschaft" erarbeitet und Kenntnisse von krankhaften Veränderungen der Körperchemie erworben hat, kann mit Hilfe der Patho-Physiognomik schlüssige Verdachtsdiagnosen erstellen, und zwar bereits hinsichtlich eines latenten Krankheitsgeschehens. Selbstverständlich müssen diese Verdachtsdiagnosen weiter verifiziert werden. Schulmedizinische Diagnosemethoden können nur bereits manifest gewordene Krankheiten nachweisen - die Patho-Physiognomik ermöglicht Prävention durch ihr vorausschauendes Erkennen.

Eine weitere direkte Anwendungsmöglichkeit der Patho-Physiognomik liegt in der Erfolgskontrolle einer Therapie. Wurde diese gut gewählt, verändern sich die ehemaligen pathophysiognomischen Zeichen zur Norm hin. Bei einer ungünstigen Therapie verschlechtern sich die Zeichen.

Die Möglichkeiten der Patho-Physiognomik sind damit bereits umrissen: Bei Vertrautheit mit ihren spezifischen Organausdruckszonen erweitert sie das anamnestische Repertoire des Therapeuten und kann ihm zum Erkennen des spezifischen, krankhaften Geschehens verhelfen.