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Studie zur Unternehmenskultur

Frust bei Arbeitnehmern wächst

"Stimmung nicht schlecht, aber nicht gut genug: Stress und Angst vor Arbeitsplatzverlust lassen die Zufriedenheit bei deutschen Arbeitnehmern schrumpfen."

Mehr Stress, weniger Zufriedenheit: Eine Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums belegt, dass die Deutschen immer unzufriedener mit ihrem Arbeitgeber sind. Dabei belegt die Untersuchung: Eine stärkere Mitarbeiterorientierung würde den Firmenerfolg deutlich verbessern.

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Hamburg - Auf den ersten Blick erscheint alles positiv: Drei von vier Beschäftigten (77 Prozent) in Deutschland geben an, mit ihrer Arbeit im Großen und Ganzen zufrieden zu sein, berichtet die Zeitschrift "Personalmagazin". Für das Forschungsprojekt wurden insgesamt 314 Unternehmen in Deutschland für eine Befragung der Mitarbeiter per Zufall ausgewählt. Dabei wurden rund 37.000 Beschäftigte befragt. Berücksichtigt wurden dabei die zwölf Branchen mit den meisten Mitarbeitern und Unternehmen. Dieser Studie zufolge liegt der Anteil derer, die mit ihrer Arbeit "völlig" oder "sehr" zufrieden sind, nur bei 37 Prozent.

Ein Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2001 zeigt, dass der Anteil der Beschäftigten, die insgesamt zufrieden sind, etwa gleich geblieben, der Anteil der besonders Zufriedenen ("völlig zufrieden") gleichzeitig aber um etwa zehn Prozentpunkte gesunken ist.

"Auch wenn die explizite Unzufriedenheit also nicht generell zugenommen hat, so hat das Niveau der Arbeitszufriedenheit doch erkennbar abgenommen", schreibt das "Personalmagazin" unter Berufung auf die Studie der Psychonomics AG, des "Great Place to Work"-Instituts und der Universität zu Köln.

Das Ergebnis könne als Reflex auf die zurückliegende konjunkturelle Krise mit zahlreichen Umstrukturierungen, Sparmaßnahmen und einer Verschlechterung des Arbeitsklimas interpretiert werden.

Der Untersuchung zufolge machten sich die Hälfte der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum, dem Jahr 2006, Sorgen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, davon 18 Prozent "große Sorgen". Nur jeder sechste Beschäftigte (16 Prozent) macht sich diesbezüglich keinerlei Sorgen. Besonders besorgt sind die sehr jungen Mitarbeiter sowie die Über-50-Jährigen - hier liegt der Anteil der Besorgten bei etwa 60 Prozent.

Ein differenziertes Bild ergibt die Untersuchung des Mitarbeiterengagements: Gut drei Viertel der Befragten - 77 Prozent - möchten zwar noch mindestens fünf Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben, eine eindeutige Identifikation mit dem Unternehmen und eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen aber nur knapp zwei Drittel (je 63 Prozent).

"Die passive Bindung ist demnach stärker ausgeprägt als die aktiven Merkmale des Mitarbeiterengagements", heißt es in dem Bericht.

Gute Firmenkultur motiviert Mitarbeiter

Grundsätzlich könnten nur 40 Prozent der Beschäftigten als "umfassend engagiert" gelten. Die Studie zeige deutliche Steigerungspotentiale im Bereich von 20 bis 30 Prozent bei den Aspekten Identifikation mit und Bindung an den Arbeitgeber.

Als einen wesentlichen Unzufriedenheitsfaktor macht die Studie Stress aus. Mehr als 60 Prozent der Befragten geben an, dass der Stress bei der Arbeit deutlich zugenommen hat. 2001 gaben mit 48 Prozent noch weniger als die Hälfte der Befragten Stress als Faktor an, wobei Deutschland schon damals über dem europäischen Durchschnitt (40 Prozent) lag.

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03.04.2008 | Rubrik: Wissenswertes | 1 Kommentare

Kommentare & Anmerkungen

zum Beitrag: »Studie zur Unternehmenskultur«

Kommentare

Bubba schreibt am 11.12.11 6:44:

This piece was cogent, well-wirtten, and pithy.

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