Menschenkenntnis - Selbsterkenntnis Teil I
Andere besser verstehen, authentisch leben.
Sie kennen das. Wir begegnen immer wieder Menschen, wo wir den Eindruck haben, dass diese uns nicht verstehen. Ihr Chef zum Beispiel. Sie haben das Gefühl er versteht sie nicht. Oder sie haben einen Kollegen, dem Sie am liebsten aus dem Weg gehen. Der typische Klassiker ist auch: es gibt da einen Kunden, der ist richtig schwierig. Das sind Situationen, in denen Sie Menschenkenntnis brauchen.
Denn wenn Sie in der Lage sind ihre Mitmenschen wirklich wahrzunehmen, dann sind sie in der Lage, sie wirklich zu verstehen. Vieles in Ihrem Leben wird deutlich besser und leichter gehen.
Wer Menschenkenntnis hat
- nutzt seine Potenziale besser,
- vermeidet Missverständnisse,
- kommt schneller ans Ziel
- und ist glücklicher.
Menschenkenntnis ist die Schlüsselqualifikation für Ihr erfolgreiches Selbstmanagement.
Wie erlangt man Menschenkenntnis?
Um in der Lage zu sein, sein Gegenüber wahrzunehmen und zu erkennen, ist es erforderlich bei sich selbst anzufangen. Nur wer sich selbst nicht im Wege steht, sich selbst und seine Mechanismen, Konditionierungen kennt, ist in der Lage mit anderen wirklich in Kontakt zu treten. Eine sehr wertvolle und in unserer Gesellschaft seltene Gabe.
Sie meinen sich bereits zu kennen? Was wetten wir, das dies nicht (völlig) stimmt?
Lassen sie mich das im Nachfolgenden erklären.
Die Psycho-Physiognomik, die angewandte Menschenkenntnis nach Carl Huter, kombiniert mit der empathischen Kommunikation beweist immer wieder aufs Neue, wie erstaunt die Menschen sind, wenn sie von einer völlig fremden Person innerhalb weniger Minuten absolut zutreffend und korrekt erfasst werden. Das Angenehme bei diesem Vorgang ist, dass sie dabei keinerlei Wertung oder Bewertung unterzogen werden und sich gut fühlen. Sie werden gesehen, respektiert, angenommen.
Für die meisten ist dies ja schon mal völlig neu und ungewöhnlich, denn sie sind es gewohnt in Muster, Klassen oder Schubladen gesteckt zu werden.
Viele angesprochene Dinge regen dennoch dabei auch schon mal zum ehrlichen Nachdenken über die eigene Person an. Denn wer kennt das nicht, dass man meint einige Eigenschaften, Verhalten, Gedanken und Wünsche gut verschlossen im untersten Keller seines Selbst versteckt zu haben? Umso erstaunlicher ist es dann für den Einzelnen, das dies so gut versteckt geglaubte, doch wohl für manch einen anderen ganz offensichtlich ist. In der Tat können Sie, wenn sie sich diesem Faktum stellen, sich selbst in einer Wiese kennenlernen, die es ihnen im Anschluss dann ermöglicht dies auch an anderen anzuwenden.
Spannend, finden sie nicht?
Wie also geht das nun?
Während die pysiognomische Fotoanalyse und anschließende Stimmanalyse bereits tief blicken lässt
- wer Sie sind,
- wie sie denken, fühlen,
- wie sie ihr Leben erleben,
- was sie interessiert, für welche Werte sie einstehen
- aber auch welche Dinge und Situationen sie belasten,
geht es dennoch in erster Linie darum, was das Gesagte und Erkannte mit Ihnen macht.
Gemeint ist damit, dass sie, verehrter Leser, wenn sie mit diesen Fakten konfrontiert werden, nichts weiter zu tun haben, als in sich hinein zuspüren. Die eigenen Gefühle und Vorgänge wahrzunehmen und einfach mal so im Raum stehen zu lassen.
Wer nun meint dies sei ja wohl leicht, der irrt sich gewaltig. Aus 2 Gründen. Blicken wir dazu in die biochemischen Vorgänge. Haben Sie sich schon einmal gefragt wie ein Gefühl eigentlich genau entsteht, oder wo genau sie gerade fühlen?
Die meisten Menschen haben enorme Schwierigkeiten einfach mal nur zu „fühlen“ und kommen erst gar nicht bis in diese Ebene. Die Erwartungshaltung an sich oder die von anderen zu erfüllen, die Schnelllebigkeit und das Streben nach „Mehr“ haben die Menschen verändert. Sie verdrängen lieber. Sie denken vielmehr, dass sie fühlen oder meinen „Dies oder Jenes“ zu fühlen. Hier zeigt sich dann schnell der Unterschied zwischen denkendem Fühlen (Theorie) und tatsächlich gefühltem Fühlen (Praxis). Erst bei genauerem Nachfragen und Hinspüren öffnen sich plötzlich ungeahnte Ebenen. Ein Moment der vollkommenen Zufriedenheit ist die Folge und die Belohnung.
Probieren Sie es doch gleich mal aus! Setzen sie sich aufrecht hin. Was fühlen sie jetzt gerade in diesem Moment beim Lesen dieser Zeilen?
Einige werden jetzt antworten, „na ich fühle mich gut.“ Schön für Sie!
Der Haken dabei ist nur, dass „gut“ kein Gefühl ist! Was genau ist da also? Und wo bitte in ihrem Körper passiert das?
Fühlen sie sich entspannt, erkannt, miteinbezogen, leicht, erfreut? Man könnte noch zahlreiche andere Worte hierfür aufzählen.... was auch immer. Die wahre Antwort aber lautet: ich fühle mich!
Gehen wir also davon aus, dass Sie es geschafft haben mit sich und ihren Gefühlen in Kontakt zu kommen. Was glauben Sie wohl passiert nun als nächstes?
Nun, da sich einer alleine nicht erfahren kann, werden sie mit Gewissheit danach streben mit anderen in Kontakt zu kommen. Dies geschieht dann meist auf eine Weise, die sie sich fragen lässt, wieso sie das nicht schon viel früher bemerkt und auch gemacht haben. Sie erkennen plötzlich, dass der Chef sie versteht, der unangenehme Kollege in Wahrheit auch nur Mensch und außerdem ganz nett ist, der Kunde nicht schwierig, sondern voller Erwartung und dem einen Wunsch ist, endlich verstanden und wahrgenommen zu werden.
Es ist nämlich nicht wichtig, warum jemand dies oder das sagt, oder denkt, es ist immer nur wichtig den anderen dabei ohne das gerade „ablaufende Programm“ als Menschen an sich wahrzunehmen und zu fühlen. Nur dadurch kann man letztendlich sich selbst erfahren.
Sollten sie dies verstehen und für möglich halten, meine lieben Leser, dann sind sie in der Lage ihr Gegenüber in seiner wahren Intension zu erfassen, sein Bedürfnis zu erkennen und können frei entscheiden, wie sie nun weiter verfahren wollen.
Menschenkenntnis ist die Erkenntnis von sich im Anderen und dem Anderen in mir in Reinkultur.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele erkenntnisreiche Begegnungen.
Ihre
Claudia B. Klein
Lesen Sie In Kürze:
Teil II „die Visualisierung ihres Gefühls im Gegenüber„
Teil III „Praxisbericht aus der täglichen Arbeit – gelebte Menschenkenntnis und ihr Nutzen.“
Stichworte: Menschenkenntnis, Nutzen, Potenziale leben, Selbsterkenntnis, Selbstmanagement, Ziele umsetzen
29.09.2008 | Rubrik: Wissenswertes



