Auf der blauen Couch: LIVE COMPETENCE Rendez-vous mit der First Lady Michelle Obama
Abdruck des in der Zeitschrift PLURIELL veröffentlichten Artikels (Quelle: BrandSkills Publishing)
Hat sich Michelle heute damit arrangiert, dass sie ihre Karrierepläne zugunsten Baracks Präsidentschaft zurückstellen musste? Die zwei Kinder hemmten ihre Karriere nicht. Michelle wurde Beraterin des Bürgermeisters in Sachen Stadtplanung und übernahm leitende Funktionen an der University of Chicago. Vergangenes Jahr jedoch gab sie ihre Ämter und ihr sechsstelliges Gehalt auf, um ihren Mann im Wahlkampf zu unterstützen. Auch in ihrer Spontaneität und ihren politischen Interessen hält sie sich zurück und schlüpft in die perfekte Rolle der First-Lady-Chief-Mom. Auch wenn alles nach außen so schön wirkt ist es sicherlich nicht einfach, alles unter einen Hut zu kriegen und dabei die innere Balance zu bewahren.
Wir treffen Michelle Obama in einem fiktiven Gespräch mit ihrem Live Competence Coach Claudia Bettina Klein.
Familie - Mein größtes Anliegen
Michelle Obama
„Oft verbringen Barack und ich Zeit getrennt voneinander. Er hat als Präsident viele Pflichten in der Welt zu erfüllen und ich unterstütze ihn von ganzem Herzen. Wir beide sprechen in letzter Zeit öfter über diesen Zustand, da wir uns Sorgen um die Kinder machen. Wie können wir unsere Traditionen als Familie beibehalten und wie ermöglichen wir unseren Kindern ein "normales Leben" in all dem Trubel?"
Antwort Claudia B. Klein
"Die Kinder erfahren das Leben dann als normal, wenn Sie als Eltern authentisch bleiben und das Berufliche von der Elternschaft trennen. Natürlich steht die gesamte Familie im öffentlichen Mittelpunkt. Von daher ist es wichtig, dass Sie als Eltern den Kindern Stabilität und Vertrauen geben, ihnen das Gefühl vermitteln, geliebt zu werden und an erster Stelle zu stehen. Wann immer die Familie zusammen kommt, sollten diese Momente als kostbar und gleichzeitig normal zelebriert werden. Wichtig ist, dass das Familienleben so intensiv wie möglich gelebt wird."
Professionalität - Wie bleibe ich authentisch?
Michelle Obama
„Ich bin ein sehr direkter Mensch. Manchmal erscheine ich fast schon eisern und sarkastisch. Andererseits berichte ich einfach nur von meinen persönlichen Erfahrungen. Oftmals erreiche ich eine positivere Rückmeldung von anderen, wenn ich authentisch aus meinem Leben berichte. Anscheinend lassen sich meine Aussagen jedoch schlecht in Printmedien übertragen und besonders in der politischen Umgebung wird mir das immer wieder zum Verhängnis. Wie kann ich meine Persönlichkeit und Authentizität wahren ohne bei Kritikern über das Ziel hinaus zu schießen?"
Antwort Claudia B. Klein
„Authentizität steht im direkten Zusammenhang mit dem gelebten Bewusstsein eines Menschen. Bewusstsein wird für andere sichtbar, wenn Sie Ihre Menschlichkeit werteorientiert als Vorbild uneingeschränkt leben und zeigen. Wer so wie Sie in der Öffentlichkeit steht, sollte sich klar machen, dass es immer Kritiker geben wird, die Aussagen anders verstehen. Dies ist bedingt durch den Filter unserer Kommunikation und ist somit anders gar nicht möglich. Ausschlaggebend ist das Eigengefühl sich nicht verbiegen zu wollen und die Kritiker prinzipiell wohlwollend als ein Spannungsfeld zu betrachten, das notwendig ist, um auch über seine eigenen Aussagen reflektieren zu können."
Mrs. Perfect? Nobody´s perfect.
Michelle Obama
„Was habe ich schon alles erreicht! Als Tochter eines Maschinisten und einer Sekretärin bin ich nun die erste afroamerikanische First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich habe mir meine Hautfarbe nie zum Limit gemacht und immer auf meine Fähigkeiten vertraut. Ich musste schon immer vieles anpacken und hatte seit jeher ein erfülltes Leben. Heute fühle ich mich wohl und erfüllt von meiner Aufgabe als First Lady. Eine First Lady ist ein Vollprofi - familiär wie auch im politischen Umfeld. Allerdings kostet mich die ständige Selbstkontrolle viel Kraft und oft spüre ich wie immer öfter Aggression in mir aufkommt. Es gibt Dinge, die mich im Leben besonders ärgern. Das sind beispielsweise Menschen, die Ihre Verantwortung vernachlässigen, die rauben mir den letzten Nerv. Was kann ich tun, um mir und anderen gegenüber fair zu bleiben?"
Antwort Claudia B. Klein
"Als First Lady haben Sie die einmalige Möglichkeit auf der Sekundärebene der Politik einen Mehrwert für die Gesellschaft darzustellen und die Menschheit zu erreichen. Sie können bewusst Dinge anstoßen, die für andere unerreichbar sind. Eine grandiose Möglichkeit. Wenn Sie sich im Alltag Ihrer Bedürfnisse bewusst bleiben und mit dem, was Sie innerlich bewegt in Kontakt bleiben, erhalten Sie Klarheit über Ihr Denken und Ihr Handeln. Bewusste Wahrnehmung ist eine Gabe, die uns allen in die Wiege gelegt ist. Sie gewährleistet, dass Emotionen wie „genervt sein", Ungeduld oder Aggression neutralisiert oder entkräftet werden."

Claudia Bettina Klein - Emotionale Business Intelligenz®
Claudia B. Klein ist Inhaberin der LIVE COMPETENCE OHG in Diessen am Ammersee und seit 14 Jahren im interantionalen, leitenden Management sowie als Empathie- und Kommunikationstrainerin für Führungskräfte tätig. Als Counselor schult Sie Ihre Klienten in Achtsamkeit durch Bewusstsein und gelebte Authentizität.
Barbara Mariner - Counselor
Bei der Entwicklung dieses fiktiven Gesprächs arbeitete Frau Klein zusammen mit Barbara Mariner, die mehrere Jahre in den USA lebte und Michelle Obama beim Wahlkampf begleitete. Frau Mariner arbeitet als freiberufliche Beraterin und kann über LIVE COMPETNECE kontaktiert werden.
Stichworte: Barbara Mariner, blaue Couch, Coaching, Michelle Obama, PLURIELL
18.12.2009 | Rubrik: Presse



