LiveCompetence

Inspiration für bewusste Unternehmensführung

Interview Unternehmer-Magazin IMPULSE Januar 2011

Buddhistische Philosophie als Businesshaltung

Claudia Klein hat durch eine schwere Krankheit zum Buddhismus gefunden. In ihm sieht die Unternehmensberaterin weniger eine Religion als eine "lebendigePhilosophie"

Viele Jahre war ich in der Industrie im leitenden Management tätig. Dann erkrankte ich schwer, wir hatten den Rollstuhl schon bestellt, und die Schulmedizin machte mir keine große Hoffnung. Überraschend fand ich Hilfe und Heilung in der tibetischen Medizin. So kam ich zum Buddhismus.

2005 habe ich mein eigenes Unternehmen „Live Competence® - Inspirationen für bewusste Unternehmensführung" gegründet. Wir bieten Beratungsleistungen an, die sich auf zwei Hauptgeschäftsfelder konzentrieren: Den Faktor Mensch und den Faktor Markt & Strategie.

Mein Mann kümmert sich als Interimmanager um die betriebswirtschaftliche Beratung, ich kümmere mich als Private Counsellor um die Menschen.

Wann immer ich einem Menschen begegne, tue ich das mit Respekt und Bewertungsfreiheit, entsprechend der buddhistischen Philosophie, die für mich im Alltag eine Geisteshaltung darstellt.: Es ist, wie es ist.

Als Private Counsellor, als Vertrauensperson in den Vorstands- und Führungsebenen der Industrie, ist dies für mich die Basis meiner Arbeit und die Grundlage meines Erfolges.Die Dinge entwickeln sich viel natürlicher und haben mehr Kraft, wenn man sich im Business davon befreit, immer alles kontrollieren zu müssen.

Meine Mitarbeiter sehe ich als Bereicherung und Unterstützung für meine Tätigkeit. Ich weiß ihre Talente und Fähigkeiten zu schätzen und pflege einen offenen, herzlichen Umgang. Mitarbeitermotivation ist ein innerer Prozess der Führungskraft, der meines Erachtens nur durch Vorbildfunktion gelingt.

Ich bin fest überzeugt, dass buddhistische Tugenden wie Achtsamkeit, Mitgefühl, Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander Unternehmern helfen. Eine meiner Bürokräfte war Hartz-IV-Empfängerin. Als ich sie fragte, ob sie bei uns anfangen möchte, sagte sie, dass sie von Bürotätigkeiten und Computern gar keine Ahnung habe. Ich war mir sicher, dass sie das schnell lernen würde, heute ist sie eine echte Perle.

Es ist wichtig, Menschen und ihre Fähigkeiten zu sehen. Alle haben das gleiche Bedürfnis: Jeder möchte respektiert, verstanden, geliebt werden. Ich bin überzeugt, dass ein Unternehmer, der das erkannt hat, seinen Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern anders begegnen wird. Das erzeugt ein positives Gefühl, welches die Ausgangsbasis des Erfolgs ist. Man muss kein Buddhist sein, um dies in der Praxis umzusetzen. Man sollte einfach nur Mensch sein.

Das vollständige Interview können Sie hier lesen

.

23.12.2010 | Rubrik: Presse